| Günter Born:
Magnum Windows Vista Ultimate, Markt+Technik, München, 2007, ISBN: 978-3-8272-4283-9, 941 Seiten Alles über Windows Vista! Entdecken Sie dieses neue Betriebssystem in der Version Ultimate. Nutzen Sie den großen Leistungsumfang in allen Funktionen. Ein Praxisbuch für Jeden der optimal informiert sein will! Mit Extra-Index FAQ und Tipp für blitzschnelle Problemlösungen! |
Die Teile:
Wer braucht das Buch?
Hier finden Sie ggf. Hinweise auf Fehler, die nach Drucklegung (1. Auflage) im Buch gefunden wurden.
| Seite Ultimate |
Korrekturhinweis |
| 33 | Tabelle 1.1, Spalte Funktion, statt "Dual Core Prozessorunterstützung" muss es natürlich "Dual Prozessorunterstützung" heißen (da ist mir ein fehlerhaft übersetztes Produktdatenblatt in die Finger gekommen - sorry - niemand muss also sein Dual Core-System mit Windows Vista Home Premium wegwerfen ;-). |
| 259 | Schritt 1, statt Ordnerfenster Arbeitsplatz muss es Computer heißen - da hatte ich noch zuviel Windows XP im Hinterkopf ;-). |
| 650 | Absatz vor Hinweiskasten, letzte Zeile, statt Ordnerfenster Computer muss es Netzwerk heißen |
| 760 | 2. Absatz im Hinweiskasten, Zeile 7, Text ergänzen "lässt sich 'auf der Registerkarte Hardware' die" Computer |
| 866 | Abschnitt "Datenausführungsverhinderung nutzen", 2. Absatz, Zeile 2, das Eigenschaftenfenster heißt Leistungsoptionen statt Systemoptionen. Zeile 4, hier muss es statt "Datenausführung überwachten Programme aufnehmen." heißen "Datenausführung nicht überwachten Programme aufnehmen." |
| 937 | Indexeintrag "Vide-CD" muss Video-CD heißen |
Manche Anwender berichten, dass Windows Vista den Zugriff auf Ordner wie Dokumente und Einstellungen verweigert, obwohl sie als Administrator angemeldet sind. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um keine Ordner sondern um NTFS-Links (erkennbar am Verknüpfungspfeil in der linken unteren Ecke des Ordnersymbols). Um die Kompatibilität mit älteren Anwendungen zu gewährleisten, verwendet Windows Vista solche NTFS-Links. Die Benutzerordner bzw. das Profil eines Benutzerkontos liegt im Pfad "Benutzer" bzw. "Users". An dieser Stelle mein Tipp, die Anzeige versteckter Systemdateien im Windows Explorer auszuschalten. Im Gegensatz zu Windows XP bringt die Anzeige von Systemdateien eigentlich keine Vorteile und birgt die Gefahr, dass sich der Benutzer die beiden Dateien desktop.ini löscht.
Hinweis: Wer in der Eingabeaufforderung "unterwegs ist", findet übrigens englische Ordnerbezeichnungen. Nur in der Windows-Shell werden die Ordnernamen durch die Lokalisierung entsprechend umgesetzt. Ein ganz gut gemachter Hintergrundartikel zum NTFS-Link-Problem findet sich im Blog von Daniel Melanchthon unter http://blogs.technet.com/dmelanchthon/archive/2006/11/24/kein-zugriff-auf-verzeichnisse-unter-windows-vista.aspx
Viele Benutzer arbeitendirekt als Administrator und fühlen sich genervt durch die häufigen Nachfragen der Benutzerkontensteuerung. Die Benutzerkontensteuerung lässt sich über die Benutzerverwaltung der Systemsteuerung abschalten. Dies ist aber eigentlich Unsinn. Denn dadurch wird das Arbeiten unter Administratorenkonten erzwungen und einige Windows-Funktionen tun es überhaupt nicht mehr.
Mein Tipp: Arbeiten Sie mit Windows Vista und nutzen Sie die Benutzerkontensteuerung zu Ihrem Vorteil. Beim Arbeiten mit Windows XP ubin ich häufig genervt, dass ich für Konfigurationsaufgaben über den schnellen Benutzerwechsel zum Administratorenkonto wechseln muss. Dies führt letztendlich dazu, dass ich regelmäßig direkt unter einem Administratorenkonto statt unter einem Standardkonto arbeite (der runas-Befehl der Konsole ist mir zu stressig). Bei Linux kann ich mir mit dem Befehl su helfen und zum root-Kontext wechseln. In Windows Vista sind viele dieser Kunstkniffe nicht mehr notwendig. Dies ist das erste Betriebssystem, wo ich nur noch extrem selten unter Administratorenkonten arbeite - obwohl ich beim Schreiben der Bücher extrem häufig Konfigurationsänderungen vornehmen muss. Viele Programme erkennen, dass Administratorenrechte benötigt werden und leiten ein "Administratorenlifting" über die Benutzerkontensteuerung ein. Wenn dies nicht hilft, reicht es, die Verknüpfung der Anwendung mit der rechten Maustaste anzuwählen und den Kontextmenübefehl Als Administrator ausführen zu wählen. Schon klappt es mit der Anwendung - diese wird im Kontext des gewählten Administratorenkontos ausgeführt - komfortabler und sicherer kann man es eigentlich nicht mehr haben....
... und da gibt es Leute, die die Benutzerkontensteuerung abschalten und auf diesen Komfort verzichten - ich fasse es nicht!
Viele Umsteiger fluchen, weil die Benutzeroberfläche Aero Glass nicht abrufbar ist. Hier ein paar Tipps, welche Voraussetzungen für Aero vorliegen müssen und wie man die Oberfläche ggf. zu Laufen bringt.
Zuerst die gute Nachricht: Aero wird von allen Windows Vista-Versionen unterstützt. In der Home Basic-Version steht lediglich der Glass-Effekt nicht zur Verfügung.
Die schlechte Nachricht: Aero Glass läuft nur auf Systemen, wenn die Grafikkarte dies auch unterstützt. Voraussetzung ist, dass diese Grafikkarte DirectX 9.0c und das Shader-Modell 2.0 sowie 128 MByte RAM unterstützt Zudem muss ein WDDM-Treiber für die Grafikkarte vom Hersteller bereitgestellt werden.
Wer noch ein Motherboard mit AGP-Port besitzt, kann z.B. bei Pearl Agency (www.pearl.de) einige preiswerte Grafikkarten mit nVidia-Chips erwerben. Die nVidia GeForce FX 5200 ist für Aero Glass ausreichend und wird direkt durch Windows Vista mit Treibern unterstützt. Die MSI NX6200AX besitzt sogar 256 MByte Turbo Cache RAM und läuft ebenfalls unter Vista - hab beide Karten selbst getestet. Beide Karte von Pearl werden mit DVI-Ausgang und AGP-Steckerleiste angeboten.
Wenn nach Einbau der Grafikkarte Aero immer noch nicht will, führen Sie eine Aktualisierung des Leistungsindex durch. Rechtsklick auf das Startmenüsymbol Computer, Kontextmenü Eigenschaften. Im Fenster System auf den Hyperlink Windows Leistungsindex klicken. Im Folgefenster Bewertung und Verbesserung der Leistung des Computers auf Bewertung aktualisieren klicken. Die Desktop-Grafikleistung für Aero sollte besser als 2.0 sein, um Glass nutzen zu können. Dann ggf. Rechtsklick auf den Desktop und den Kontextmenübefehl Anpassen wählen. Im Folgedialog Anpassung auf Fensterfarbe und Darstellung klicken. Auf der Registerkarte Darstellung sollte dann das Farbschema "Windows-Aero" in der Liste aufgeführt sein. Falls nicht, prüfen, ob wirklich der aktuellste Treiber und eine unterstützte Grafikkarte vorhanden ist.
Und hier noch ein Links zur Hardwarekompatibilitätsliste: https://winqual.microsoft.com/HCL/ProductList.aspx?cid=303
Anmerkung: Das Kürzel Turbo Cache oder Shared Memory bei Grafikkarten bedeutet, dass diese nicht die angegebene Arbeitsspeichergröße auf dem Board haben, sondern einen Teil des RAMs vom Motherboard abgreifen. Dadurch werden die Karten billiger, wer aber mit 512 MByte Arbeitsspeicher auf der Hauptplatine unter WIndows Vista werkelt, wird mit einer solchen Lösung nicht so richtig glücklich. Beim Test der oben erwähnten zwei AGP-Karten wunderte ich mich, dass Windows Vista mit der NX6200AX irgendwie deutlich langsamer wurde, obwohl der Grafikleistungsindex höher als bei der FX 5200 lag. Ich hab's schon auf den Avast-Virenscanner geschoben, bis ich wieder eine FX 5200 einbaute und der Speed zurückkam. Da fiel mir das Thema "Turbo Cache" wieder ein - und mein Testsystem war leider nur mit 768 MByte Ram bestückt. Also ggf. zu einem Speicherriegel greifen oder eine Grafikkarte mit 128 MByte RAM einsetzen. Abseits der Extremzocker reichen die beiden oben erwähnten Grafikkarten zum Arbeiten aus. Wer sich an Video- oder Extrem-Fotobearbeitung unter Windows Vista verlustiert, wird eh nur Freude
Ansonsten gibt es bei Markt+Technik den Titel "Magnum Windows Vista Ultimate Tricks" aus meiner Feder, der vieles Interna des Betriebssystems lüftet und einige nette Sachen enthält.
(c) by Günter Born 1997-2008 - Zurück zur Homepage - zu meinem Vista Blogg