Windows 7 Home Premium

Günter Born:
Magnum Windows 7 Home Premium
,
Markt+Technik, München, 2009, ISBN: 978-3827244901 , 841 Seiten

Entdecken Sie Windows 7! Home Premium und nutzen Sie den großen Leistungsumfang in allen Funktionen. Ein Praxisbuch für Jeden der optimal informiert sein will! Mit Extra-Index FAQ und Tipp für blitzschnelle Problemlösungen!

Die Teile:

Das Inhaltsverzeichnis und Leseproben finden Sie auf dieser Markt+Technik-Seite.

Wer braucht das Buch?

Errata (1. Auflage)

Hier finden Sie ggf. Hinweise auf Fehler, die nach Drucklegung (1. Auflage) im Buch gefunden wurden.

Seite
Home Edition
Korrekturhinweis
146 In der Schrittfolge zum Hinzufügen eines Ordners in eine Bibliothek muss vor Schritt 3 noch die neu angelegte Bibliothek im Navigationsbereich angewählt werden. Erst dann erscheint die leere Bibliothek im rechten Inhaltsbereich des Ordnerfensters. Über die Schaltfläche Ordner hinzufügen kann dann ein Ordner in die Bibliothek aufgenommen werden.
599 Die im zweitletzten Absatz angegebene URL zum Testen des Phishingfilters ist falsch. Sie müsste www.mozilla.com/firefox/its-a-trap.html heißen. Allerdings steckt der Teufel im Detail, da diese Testseite nicht immer durch den IE 8 als Phishingseite erkannt wird. Die Problematik habe ich in meinem Blog im Beitrag Bug im SmartScreen-Filter des IE8? beschrieben. Verwenden Sie daher die im Blog-Beitrag Wie teste ich den Phishing-Filter beschriebenen Testseiten.
691 Die im ersten Absatz gegebene Information, dass Ad-Hoc-WLAN-Verbindungen nur WEP als Sicherheitstyp unterstützen, ist unvollständig. Natürlich ist unter Windows 7 auch eine WEP2-Verschlüsselung im Ad-Hoc-Netzwerk möglich. Warum bei meinen Tests nur WEP als Sicherheitstyp verfügbar war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Und noch ein paar Tipps zu Windows 7

Probleme beim Einrichten eines Netzwerkdruckers

Wenn Sie einen Netzwerkdrucker einrichten, Windows 7 aber beim Zugriff auf den Netzwerkrechner einen Zugriffsfehler meldet, überprüfen Sie bitte folgende zwei Punkte: a) Ist jeder der beiden Rechner auch in der gleichen Workgroup (d.h. Workgroup-Name muss gleich sein) und b) haben Sie für Ihre Benutzerkonten Kennwörter verwendet. Es gibt leider immer noch Leute, die meinen, ohne Kennwort werkeln zu müssen und sich dann wundern, dass Zugriffe über das Netzwerk nicht funktionieren. Achten Sie bei der Installation des Druckertreibers auch darauf, dass dieser Windows 7-ready ist (auch hier habe ich Leseranfragen gehabt, die sich nach Installation eines aktuellen Druckertreibers in Wohlgefallen auflösten). 

Zugriff auf Ordner auch als Administrator nicht möglich

Manche Anwender berichten, dass Windows 7 den Zugriff auf Ordner wie Dokumente und Einstellungen verweigert, obwohl sie als Administrator angemeldet sind. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um keine Ordner sondern um NTFS-Links (erkennbar am Verknüpfungspfeil in der linken unteren Ecke des Ordnersymbols). Um die Kompatibilität mit älteren Anwendungen zu gewährleisten, verwendet Windows 7 solche NTFS-Links. Die Benutzerordner bzw. das Profil eines Benutzerkontos liegt im Pfad "Benutzer" bzw. "Users". An dieser Stelle mein Tipp, die Anzeige versteckter Systemdateien im Windows Explorer auszuschalten. Im Gegensatz zu Windows XP bringt die Anzeige von Systemdateien eigentlich keine Vorteile und birgt die Gefahr, dass sich der Benutzer die beiden Dateien desktop.ini löscht.

Hinweis: Wer in der Eingabeaufforderung "unterwegs ist", findet übrigens englische Ordnerbezeichnungen. Nur in der Windows-Shell werden die Ordnernamen durch die Lokalisierung entsprechend umgesetzt. Ein ganz gut gemachter Hintergrundartikel zum NTFS-Link-Problem findet sich im Blog von Daniel Melanchthon unter http://blogs.technet.com/dmelanchthon/archive/2006/11/24/kein-zugriff-auf-verzeichnisse-unter-windows-vista.aspx

Windows 7 und die Benutzerkontensteuerung

Viele Benutzer arbeiten direkt als Administrator und fühlen sich genervt durch die häufigen Nachfragen der Benutzerkontensteuerung. Die Benutzerkontensteuerung lässt sich über die Benutzerverwaltung der Systemsteuerung abschalten. Dies ist aber eigentlich Unsinn. Denn dadurch wird das Arbeiten unter Administratorenkonten erzwungen und einige Windows-Funktionen tun es überhaupt nicht mehr.

Mein Tipp: Arbeiten Sie mit Windows 7 und nutzen Sie die Benutzerkontensteuerung zu Ihrem Vorteil. Beim Arbeiten mit Windows XP bin ich häufig genervt, dass ich für Konfigurationsaufgaben über den schnellen Benutzerwechsel zum Administratorenkonto wechseln muss. Dies führt letztendlich dazu, dass ich regelmäßig direkt unter einem Administratorenkonto statt unter einem Standardkonto arbeite (der runas-Befehl der Konsole ist mir zu stressig). Bei Linux kann ich mir mit dem Befehl su helfen und zum root-Kontext wechseln. In Windows 7 sind viele dieser Kunstkniffe nicht mehr notwendig. Dies ist das erste Betriebssystem, wo ich nur noch extrem selten unter Administratorenkonten arbeite - obwohl ich beim Schreiben der Bücher extrem häufig Konfigurationsänderungen vornehmen muss. Viele Programme erkennen, dass Administratorenrechte benötigt werden und leiten ein "Administratorenlifting" über die Benutzerkontensteuerung ein. Wenn dies nicht hilft, reicht es, die Verknüpfung der Anwendung mit der rechten Maustaste anzuwählen und den Kontextmenübefehl Als Administrator ausführen zu wählen. Schon klappt es mit der Anwendung - diese wird im Kontext des gewählten Administratorenkontos ausgeführt - komfortabler und sicherer kann man es eigentlich nicht mehr haben....

... und da gibt es Leute, die die Benutzerkontensteuerung abschalten und auf diesen Komfort verzichten - ich fasse es nicht!

Ärger mit Aero

Viele Umsteiger fluchen, weil die Benutzeroberfläche Aero Glass nicht abrufbar ist. Hier ein paar Tipps, welche Voraussetzungen für Aero vorliegen müssen und wie man die Oberfläche ggf. zu Laufen bringt.

Zuerst die gute Nachricht: Aero wird in Windows 7 Home Premium von allen aktuellen Grafikkarten unterstützt.

Die schlechte Nachricht: Manchmal verhindern Hard- und Software den Betrieb mit Aero Glass. Zur Minimalanforderung an die Grafikkarte: Voraussetzung ist, dass diese Grafikkarte DirectX 9.0c und das Shader-Modell 2.0 sowie 128 MByte RAM unterstützt Zudem muss ein WDDM-Treiber für die Grafikkarte vom Hersteller bereitgestellt werden.

Die obigen Anforderungen werden - mit Ausnahme einiger OnBoard-Grafikchips in Net- und Notebooks faktisch von allen PCI Express-Grafikkarten unterstützt. Falls es trotz vorhandener Aero-fähiger Grafikkarte nicht klappen will, ist meist ein fehlerhafter WDDM-Treiber die Ursache. Die zweite Ursache ist eine fehlende Bewertung der Grafikleistung des Rechners - die sich aber über die Seite System nachholen lässt. Am einfachsten ist es, den Desktop mit einem Rechtsklick anzuwählen und den Befehl Anpassen zu wählen. Auf der Seite Anpassung finden Sie bei Problemen mit Aero einen Hyperlink, über den Administratoren die Problembehandlung aufrufen können. Diese versucht einen fehlerhaften Treiber zu aktualisieren, die Leistungsbewertung auszuführen und Aero zu aktivieren.

Wer noch ein Motherboard mit AGP-Port besitzt, kann z.B. im Onlinehandel eine preiswerte Grafikkarte mit nVidia-Chips erwerben. Die nVidia GeForce FX 5200 ist für Aero Glass ausreichend und wird direkt durch Windows 7 mit Treibern unterstützt.

Wenn nach Einbau der Grafikkarte Aero immer noch nicht will, führen Sie eine Aktualisierung des Leistungsindex durch. Rechtsklick auf das Startmenüsymbol Computer, Kontextmenü Eigenschaften. Im Fenster System auf den Hyperlink Windows Leistungsindex klicken. Im Folgefenster Bewertung und Verbesserung der Leistung des Computers auf Bewertung aktualisieren klicken. Die Desktop-Grafikleistung für Aero sollte besser als 2.0 sein, um Glass nutzen zu können.

Und hier noch ein Link zur Hardwarekompatibilitätsliste: https://winqual.microsoft.com/HCL/ProductList.aspx?cid=303

Anmerkung: Das Kürzel Turbo Cache oder Shared Memory bei Grafikkarten bedeutet, dass diese nicht die angegebene Arbeitsspeichergröße auf dem Board haben, sondern einen Teil des RAMs vom Motherboard abgreifen. Dadurch werden die Karten billiger, wer aber mit 512 MByte Arbeitsspeicher auf der Hauptplatine unter Windows 7 werkelt, wird mit einer solchen Lösung nicht so richtig glücklich.

Ansonsten gibt es bei Markt+Technik den Titel "Magnum Windows 7 Home Premium Tricks" aus meiner Feder, der vieles Interna des Betriebssystems lüftet und einige nette Sachen enthält.

Parallel dazu empfehle ich meinen Lesern des Magnum Windows 7 Home Premium auch einen Besuch meiner beiden Blogs Borns IT- und Windows 7-Blog" und Borns IT- und Vista-Blog". Letzterer enthält zwar auf Windows Vista bezogene Themen. Vieles lässt sich aber auch unter Windows 7 einsetzen. Zudem finden sich im Vista-Blog auch einige Beiträge zu Netbook-Themen (u. a. auch zu Linux).


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