Der Eee PC - Das Handbuch

Damit es mit dem "Kleinen" klappt!


Der Eee PC - Das Handbuch
Markt+Technik, München, 2008, ISBN: 978-3-8272-4370-6, ca. 470 Seiten

Das Handbuch "Rund um das Gerät" - Infos zu allem, was man mit dem Eee-PC machen will und kann. Windows-Anwender bekommen hier alle nötigen Infos zu Linux, dem EeePC-Betriebssystem. Außerdem gibt es eine profunde Einführung in die Programme (OpenOffice.org, Browser, E-Mail-Client, Skype, Foto-, Musik-, Videowiedergabe und - verwaltung etc.). Hinweise zur Druckereinrichtung und Vernetzung fehlen ebensowenig wie, last but not least, das in allen Foren zum Eee PC besonders beliebte Thema: Erweiterungen des Eee PC durch externe Geräte und Zusatzsoftware.

Obwohl ASUS mich ziemlich im Regen stehen ließ - seit Dezember 2007 werkelte ich mit Emulatoren, um das System zu testen und zu evaluieren, gelang es dem Verlag, vor dem Verkaufsstart in Deutschland einen deutschen Eee PC 4 G (über verschlungene Wege) für mich zu ergattern. Ich muss sagen, das Teil ist schon ein "geiles" Geschoss, was mich nicht mehr los lässt. Der Eee PC als Navi: läuft! DVB-T? Ist möglich (wenn auch schwierig)! Bei Bluetooth klappts mit den "Nachbarn" und die in der deutschen Version fehlenden Spiele sind auch installiert. Zwischendurch gibt's Musik oder Internetradio vom Eee PC mit dem Musik-Manager - und Bildbearbeitung unter Gimp, oder Videos ansehen, ist mit dem Teil auch kein Problem. Und für den normalen Anwender lässt OpenOffice.org auch kaum Wünsche offen. 

Es hat mir irre Spaß gemacht, dieses Buch zu schreiben - das erste Linux, wo ich als Anwender nicht studiert haben muss, um mit dem Gerät zu arbeiten. Und auch sonst ist an dem "Kleinen" (Eee PC) alles dran, was man zum mobilen Arbeiten so braucht.

Für wen ist dieses Buch?

Als ich den Titel konzipierte, hatte ich die Zielgruppe der ASUS Eee PC-Anwender vor Augen (easy to use, easy to learn, easy to work). Die Überlegung war "Wer mit Windows arbeiten kann, kommt auch mit dem Eee PC zurecht!". Es kam natürlich auch die Frage auf: "Wenn das alles so easy ist, braucht man dann noch überhaupt ein Buch? Und beim Gerät ist doch ein QuickGuide sowie ein Handbuch dabei!" Nun, auch mit dieser Frage habe ich mich befasst (ich hatte frühzeitig Zugriff auf die Handbücher). Für die ersten Schritte reicht deren Inhalt und mit dem "Zwerg" lässt sich (trotz Linux) wirklich einfach und wie unter Windows arbeiten. Wenn aber im ASUS Handbuch OpenOffice.org auf gerade mal 2-3 Seiten abgehandelt wird, und E-Mail, Internet oder PIM als halbe-Seiten-Notizen daherkommen, ist dies bei Fragen nicht wirklich hilfreich. Es gibt zwar eine Programmhilfe (aber bei manchen Programmen halte ich die eher für abschreckend).

Da ich zwischenzeitlich in vielen Eee PC-Foren unterwegs bin, stelle ich fest, dass da doch "Informationsbedarf" besteht. Leider muss ich auch feststellen, dass diese Foren stark "Nerd-lastig" sind - sprich: es geht darum, wie am Eee PC geschraubt, gemoddetet und sonst wie getrickst werden kann. So etwas schreckt einen normalen Anwender - wie mich - eher ab. Als Schüler fand ich es Anfang der 70er Jahre auch ganz OK, erst zwei Stunden an meinem ersten Auto rumschrauben zu müssen, bevor ich einen Sonntagsausflug machen konnte. Aber heute erwarte ich von meinem Auto, dass es beim Drücken des Starters anspringt und ich losfahren kann. Und nein, ich will eigentlich nicht erst den Ölstand kontrollieren, den Luftdruck an den Reifen nachprüfen, einen Bremsentest durchführen und einen Lichttest bestehen, bevor ich zum Einkaufen in den nächsten Supermarkt los darf! Warum sollte ich also bei meinem Sub-Notebook diese Kunstkniffe beherrschen müssen?

Auch ich hatte eine Menge Fragen, die sich erst am realen Objekt durch Austüfteln beantworten ließen. Oft war die Lösung bzw. Antwort banal - man muss es nur wissen! Bei anderen Fragen musste ich etwas probieren, bis ich die optimale Lösung gefunden hatte. Da ich mir einbilde, noch nicht allzuweit von den "Problemen" der normalen Anwender entfernt zu sein, habe ich all dies in 12 Kapiteln zusammengefasst - und auch wenn ich Kompromisse eingehen musste, immer mit dem Ziel, dem normalen Anwender den roten Faden und die helfende Hand zu liefern - die oft zwischen Erfolg und Misserfolg beim Arbeiten mit einem Programm oder einem Gerät entscheidet.

Daher komme ich auch zur Frage, wer sich das Buch eher nicht kaufen sollte: Nerds und Leute, die eh alles wissen und können und auf unterster Linux-Ebene mit Knoppix, Ubuntu & Co rumwerkeln und hier die ultimativen Cracks erwarten. Dies war nie meine Zielgruppe, und ich denke, da sind die Foren und Wikis die bessere Quelle. Ich gönne euch euren Spaß mit dem "Kleinen" - hege aber ein wenig die Befürchtung, dass genau aus dieser Ecke eine schöne Entwicklung, die ASUS da bereitgestellt hat, zerredet wird. Dieter Peterreit hat in seinem Blog sehr treffend auf diese Entwicklung hingewiesen. Wäre aus meiner Sicht schade, wenn die neue Chance, dass Linux aus der Freak Ecke herauskommen soll, auf diese Weise zerredet wird.

Das sagt die Presse

Presseankündigung bei Verivox

Das Fazit der Kollegen von der PC-Welt:

Wer einen EEE PC besitzt, dürfte mit diesem Buch gut bedient sein und viele brauchbare Anregungen für den Praxiseinsatz bekommen. Und wer mit der Anschaffung des Winzlings liebäugelt, kann sich mit dem knapp 20 Euro teuren Buch einen umfassenden Überblick über dessen Möglichkeiten verschaffen.

Das Fazit der Rezension bei einfach-eee.de:

Mit diesem Buch wird selbst der unerfahrenste Computer- oder Linux-Neuling gut in die Materie von Linux im Allgemeinen und des Eee PC im Besonderen eingeführt.
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Es hat durchaus das Potenzial, das Asus-Benutzerhandbuch als Standardwerk zum Eee PC abzulösen - angesichts des Schnäppchenpreises von EUR 19,95 für über 450 Seiten gar nicht einmal unwahrscheinlich.

Das Fazit der Rezension bei eee.de:

Ein tolles Buch, das für mich als Linux Anfänger doch noch so einige Tipps und Tricks auf Lager hatte, die ich nun auch kenne. Zwar können Linux Profis über sowas nur lachen, aber viele EEE-PC Besitzer hatten bis jetzt nur Kontakt mit Microsoft Windows oder haben sich nur ein wenig in die Welt von Linux getraut (z.B. mit einer Knoppix/Ubuntu Live Version).

Wir von EEE-PC.de können dieses Buch jedem Anfänger, aber auch fortgeschrittenen EEE-PC Benutzer empfehlen, der entweder ein Nachschlagewerk für bestimmte Funktionen haben möchte oder sich komplett in alle Funktionen des EEE-PC einarbeiten will.

Scheint also, dass ich da doch die Bedürfnisse der Zielgruppe getroffen habe. Ach, noch was: In einigen Rezensionen wird die unglücklich gewählte "Modding"-Überschrift in Kapitel 12 bemängelt. Mir war beim Schreiben schon klar, was Modding ist. Allerdings kann ich persönlich für den normalen Anwender aber keinen Bedarf für wirkliches Modding erkennen. Ich fand es aber ganz spannend, den Begriff "Modding" als Reibfläche im Kapiteltitel einzubauen - um die Reaktionen zu testen. So wie es ausschaut, ist mein kleines "soziologisches" Experiment geglückt.

Hier gibt es weitere Informationen

Suchen Sie vorab oder als Ergänzung zu einzelnen Themen im Buch weitere Informationen? Nachfolgend finden Sie eine Errata-Liste mit Korrekturen. Denn trotz mehrfacher Kontrolle werden sich Ungenauigkeiten oder Fehler nie vermeiden lassen und erst nach Drucklegung im Buch finden.

Zusätzliche Informationen (z. B. zum Einrichten eines GPS-Empfängers, zur Verwendung eines DVB-T-Empfängers) oder auch einfach nur HowTos (Schritt-für-Schritt-Anleitungen), Frequently Asked Questions (FAQ) mit häufig gestellten Fragen und Antworten etc. habe ich bzw. werde ich an verschiedenen anderen Stellen veröffentlichen. Die Startadresse, wo die Links zu diesem Artikeln zu finden sind, fasse ich in meinem Blog zusammen.

Blog: http://gborn.blogger.de/#eeepc

Errata (1. Auflage)

Hier finden Sie ggf. Hinweise auf Fehler, die nach Drucklegung (1. Auflage) im Buch gefunden wurden.

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Korrekturhinweis
157 Im Abschnitt zum Einrichten eines E-Mail-Kontos im E-Mail-Programm Thunderbird führe ich aus, dass das Einrichten eines E-Mail-Kontos für meinen Geschmack etwas eigenwillig gelöst ist. So würde der Assistent nur die Kontendaten für den Posteingangsserver abfragen, der Postausgangsserver müsste separat konfiguriert werden. Diese Behauptung halte ich aufrecht - aber: Bei der allerersten Konfigurierung des Thunderbird ist noch kein Postausgangskonto vorhanden. In diesem Fall (der bei den meisten Benutzern wohl zutrifft), fragt der Assistent sowohl die Daten des Posteingangs- als auch des Postausgangsservers in Dialogfeldern ab. Sobald ein weiteres Konto einzurichten ist, kommt dann das von mir erwähnte, merkwürdige, Verhalten zum Tragen. 
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An dieser Stelle bleibt mir nur, Ihnen viel Spass mit dem Buch und dem Eee PC zu wünschen.
 


 (c) by Günter Born 2008